Wenn man der Cellistin Annie Jacobs-Perkins beim Spielen zusieht, spürt man: Hier spielt der ganze Mensch, kraftvoll, freudig, mit frappierender Technik, sichtbarer Phantasie, emotional, mental und körpersprachlich präsent.
Ihre Liste an gewonnenen Wettbewerben und Auszeichnungen, Auftritten mit renommierten Orchestern und Musikerpersönlichkeiten ist lang und ab Januar 2026 wird sie, nach einem langen und aufwändigen Auswahlverfahren, festes Mitglied im Ensemble Modern, als Nachfolgerin von Michael M. Kasper. …weiterlesen
Author: doris
Happy New Ears – Portrait Alex Paxton
Alle Fotos stammen von Barbara Fahle.
Frankfurt. Der Körper wisse oft mehr als der Verstand, findet Alex Paxton. Das Ensemble Modern hatte dem Engländer ein Werkstattkonzert in seiner Reihe „Happy New Ears“ gewidmet. Im Großen Saal der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst führte es, mit ihm als Solisten, seine Komposition „iLolli-Pop” auf, die mit einer Fülle von Anspielungen und sprühenden Hellwachklängen begeisterte .
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Maren Schwier weckt viriditas
Die Natur hilft sich immer wieder selbst. Laut Hildegard von Bingen (1098-1179) verdankt sie diese Fähigkeit der „viriditas“, der Grünkraft. Auch Menschen kann es gelingen, sich selbst zu heilen, wenn sie der viriditas in sich Raum geben. „Und Hildegards Musik kann unter anderem diese Räume öffnen“, sagt die Sopranistin Maren Schwier, die am Mainzer Staatstheater unter Vertrag steht. Zusammen mit dem Komponisten Raphaël Languillat hat sie sie einige von Hildegards Gesängen für die Ausstellung „IKONA. Heilige Frauen“ im Museum für Angewandte Kunst (MAK) mit heutigen musikalischen Mitteln wiederbelebt. Darüber weckt Maren Schwier viriditas in sich selbst und denen, die ihr zuhören. Was die Ausstellung bisher als sechskanalige Klanginstallation begleitet hat, in der sich Frauenstimme und elektronische Klänge miteinander verweben, wurde in der Finissage zur Live-Aufführung.
Liebe zu Gegensätzen
In ihrer Wohnung am Mainzer Rheinufer sprudelt Maren Schwier auch über die intensiven gegenwärtigen Proben zu Philip Glass‘ Kammeroper „The Fall of the House of Usher“, die am 14. Februar. am Staatstheater Mainz Premiere hat. „Dabei fängt mein Hirn manchmal auch an zu schielen“, lacht sie angesichts der immensen Zählarbeit, die man als Interpret für die bei Zuhörern so beliebte Minimal Music leisten muss. Die Arbeit an Hildegards Gesängen zur ‚viriditas‘ läuft dazu parallel. „Ich liebe Gegensätze. Am Ende steht alles im Zusammenhang“, sagt sie und wirkt im Gespräch genauso präsent und freudendurchflutet, wie auf der Bühne.
Freude am Singen
„Ich empfinde es als großes Geschenk, dass ich meinen Beruf so ausleben darf und bin dafür sehr dankbar“, sagt sie. „Jeder Berufsalltag bringt seine Tücken mit sich, aber mir ist es ein Anliegen, mir im besten Fall genau jene Freude am Singen zu bewahren, die ich als achtjähriges Mädchen hatte“. Wie man das schafft? „Am Ende der Hochschulzeit habe ich mir gesagt: Das sind meine Fähigkeiten und das mein berufsimmanentes Hinterfragen; daraus mache ich jetzt mein eigenes Ding. Dabei will ich in meiner Kunst vor allem ehrlich sein, zu mir selbst und zu meinem Publikum“. Das ist zwar leichter gesagt als getan. Aber wenn es gelingt, reagieren beide Seiten glücklich.
Lebensnähe
„In Hildegards Gesänge habe ich mich ganz schnell reingestrudelt“, erzählt sie. Sie freut sich darüber, dass ihr Großes Latinum aus Schulzeiten sich doch noch als für etwas gut erweist. Denn sonst hätte sie die Lebensnähe dieser Gesänge kaum erkennen können. Als Beispiel nennt sie den Gesang „Hodie aperuit“: Darin öffnet sich die zuvor verschlossene Tür und lässt erblühen, was die Schlange im Inneren erstickt hat. „Diese Schwelle zwischen Potential und Bequemlichkeit lässt sich auch heute gut nachempfinden“, sagt sie, wie etwa der faule Tag auf der Couch gegenüber der von einem Sonnentag angebotenen viriditas.
Menschliche und göttliche Stimme
Hildegards Gesänge sind in Neumen notiert, die die Tonhöhen vorgeben. Manche ihrer Gesänge haben einen außergewöhnlich großen Ambitus. „Hodie aperuit“ wäre, wie Raphaël Languillat in einem Mail vom 3.2.2025 an die Autorin schreibt, „in der Originalhöhe sehr ‚angespannt‘ zu singen gewesen“. Da haben sie es kurzerhand um „eine Quinte tiefer transponiert“. Andererseits sah Raphaël Languillat es „als große Inspiration für unser Projekt“, dass Hildegard über den Ambitus der menschlichen Stimme – bei Maren Schwier sind dies seltene dreieinhalb Oktaven – hinausgeht. „Hildegard hat in ihren Gesängen nicht nur für die vox humana, sondern auch für die vox divina geschrieben“, schreibt Languillat. „Es gibt in ihren Gesänge etwas Unmögliches, das die menschliche Stimme gar nicht singen kann… Aber genau das, kann mein modularer Synthesizer spielen: er muss nicht atmen und kennt keine Ambitus-Grenzen!“.
Maren Schwier weckt viriditas
Die weitere Gestaltung der Texte ergibt sich aus der klangmalenden Textausdeutung und der Atmung. Über den Klang werdenden Atem, scheint es, weckt Maren Schwier viriditas zunächst in sich selbst und darüber auch in denen die ihr zuhören. Die Arbeit am Notentext und erst recht im Zusammenspiel mit Raphaël Languillat habe sie als sehr inspirierend und besonders empfunden, sagt Maren Schwier.
Raphaël Languillats Komposition „Viridiscence“
Raphaël Languillats Komposition VIRIDESCENCE ist im Auftrag des Ikonenmuseums entstanden. Nach einer musikalischen Ergänzung gefragt, kamen ihm, der sich schon früher mit Hildegard beschäftigt hatte, ihre um viriditas kreisenden Gesänge „O virga mediatrix“, „O frondes virga“ „Hodie aperuit“ und „O quam preciosa“ in den Sinn. Zugleich dachte er an seine ehemalige Kommilitonin Maren Schwier mit ihrer Neugierde für Experimentelles, ihrer Affinität zu mittelalterlicher Musik und ihren lupenrein intonationssicheren, bis in himmlische Höhen klar geführten Sopran und stellte sich vor, wie ihre Stimme mit von ihm am Modular-Synthesizer erzeugten Klängen zusammenpassen könnten.
„Man muss manchmal mehr wagen, als man sich traut“
In der Ausstellung ging es um Frauen, die ihre traditionellen Rollenbilder überwanden, um etwa zu erfolgreichen Herrscherinnen oder Heilerinnen zu werden, ganz im Sinne von Maren Schwiers Wahlspruch „Man muss manchmal mehr wagen, als man sich traut“. Raphaël Languillat entspricht dieser Haltung mit immer neu erzeugten elektronischen Klangmustern. „Indem etwa Marens Stimme durch vier Lautsprecher multipliziert wird, entstehen neue Melodien und musikalische Gesten“, schreibt er und „ähnlich dem Konzept der viriditas haben wir diese Gesänge zum Erblühen gebracht: Wir betrachten sie als lebendigen Organismus, in dem sich rhizomatisch neue Zweige entwickeln“.
Durch diese Zweige machte Maren Schwier sich den Raum im MAK „musikalisch zu eigen“, indem sie sich singend zwischen Lautsprechern und Besuchern durch die organisch wachsenden Klanglandschaften bewegte.
DORIS KÖSTERKE
zum 8.2.2025
Kulturtipp: Philip Glass, „The Fall of the House of Usher“, Staatstheater Mainz, Großes Haus, Premiere am 14. Februar von 19:30 an.
>Weitere Vorstellungen am 20. Februar, 8. und 23. März, 7. und 17. April, 9. und 30. Mai, sowie am 7. Juni 2025.
Meyer – Mönkemeyer – Youn
Emotional wie strategisch präsent
Sabine Meyer, Nils Mönkemeyer und William Youn bei der Frankfurter Museumsgesellschaft
Die Kombination von Klarinette und Viola hat einen eigenen Klangreiz. Schillernder Farbenreichtum der emotionalen Wärme, sanftes Ineinander-Einfühlen und integrative Sehnsucht sind nur ein paar benennbare Aspekte, die das, was Klarinettistin Sabine Meyer, Bratscher Nils Mönkemeyer und William Youn am Klavier auf Einladung der Frankfurter Museums-Gesellschaft im Mozart Saal der Alten Oper geboten haben, nur unzureichend skizzieren. Auch, wenn nicht alle gebotenen Stücke rundweg überzeugten. Etwa Robert Schumanns ursprünglich für Pedalflügel geschriebenen Sechs Studien in kanonischer Form op. 56, die der den Schumanns überaus verbundene Komponist Theodor Kirchner (1823–1903) für Klaviertrio bearbeitet hatte. Für sein op.56 hatte Schumann sich intensiv mit barocker Fugenkunst auseinandergesetzt. Das Resultat ist sehr viel durchhörbarer als seine historischen Vorbilder, aber irgendwie fehlt ihm Binnenspannung. Das versuchten Meyer und Mönkemeyer mit viel eigenem Profil zu kompensieren, wobei William Youn mitunter unentschlossen wirkte, in welchem der spontan sich anbietenden Tonfälle er darauf sollte.
Die offensichtlich spontanen Momente, die in den spürbar gründlich durchgeplanten Interpretationen verblieben waren, machten die Zuhörer innerlich zu Mitgestaltern: Indem man sich selbst fragt, Man fragt sich Um sich berieseln zu lassen, war das Gebotene mit seinen raschen Wechseln von Idiomen und Emotionen zu komplex.
Sehr viel knackiger ging es in den Rumänischen Volkstänzen von Béla Bartók für Viola und Klavier zu. Mönkemeyer ist technisch dermaßen souverän, dass er sich vorbehaltlos auf kühne geräuschnahe Folklorismen bis hin zum reizvollen Kontakt mit dem Teufel persönlich einlassen kann. Wie jede seiner Gesten durch seinen ganzen Körper ging und dadurch zum Träger eines geistigen, körperlichen und emotionalen Sinns wurde, provozierte Jubel und Bravos. Die bekam auch Sabine Meyer im sich anschließenden „Scaramouche“ für Klarinette und Klavier von Darius Milhaud, besonders für den Finalsatz „Brazileira“, in der ihr ein bei aller spürbaren Anspannung überzeugendes afrobrasilianisches Idiom voll Temperament und Spielwitz gelang.
Hauptwerk des Abends waren die Acht Stücke op. 83 von Max Bruch, die mithin von den vorangegangenen Märchenerzählungen op. 132 von Robert Schumann inspiriert waren.
Spürbar miteinander einig hatten die drei Interpreten den Notentext konturen- und facettenreich ausgelotet und ihre Interpretation dramaturgisch sorgsam durchgeplant. Ohne manieriert zu wirken, füllten sie mit emotionaler und strategischer Präsenz. Auch die beiden Zugaben von Mozart erklangen jenseits jeder konventionellen Glätte: die erste stammte aus dem Londoner Skizzenbuch des Achtjährigen. Die zweite war das Menuett aus dem Kegelstatt Trio Es-Dur KV 498, dem ersten Werk der Musikgeschichte für die Kombination von Klarinette, Viola und Klavier.
DORIS KÖSTERKE
Nachwuchs aus der Lucerne Academy
Das jüngste Werkstattkonzert „Happy New Ears“ des Ensemble Modern stellte in der Oper fünf Werke vor, die ihren Schliff im diesjährigen «Composer Seminar» der Lucerne Festival Academy bekommen haben. Für dieses Seminar werden alljährlich acht junge Komponistinnen und Komponisten mit unterschiedlichen kulturellen und ästhetischen Prägungen ausgesucht und von hochrangigen Künstlerpersönlichkeiten mit Blick auf ihre Individualität gefördert.
Verbale Wegweiser
Alle Komponisten dieses Abends wurden bereits mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet, obwohl sie zum Teil noch studieren. Die 1996 in Ungarn geborene Abigél Varga etwa steckt gerade mitten in den Proben für das Abschlusskonzert ihres Aufbaustudiums bei Moritz Eggert in München und konnte nicht zur Aufführung ihrer „Dancing Sparrows” (2023) nach Frankfurt kommen. Aber Ensemble-Modern-Flötist Dietmar Wiesner hatte ausführlich mit ihr telefoniert und öffnete mit seinen verbalen Wegweisern trefflich die Ohren.
Abigél Varga
Etwa, indem er seine Ensemblekollegen bat, die verschiedenen Schichten, die sich in diesem Stück überlagern, einmal einzeln zu spielen. Oder wenn er die beiden Geigen zusammenspielen ließ um zu zeigen, dass die zweite Geige einen Viertelton tiefer gestimmt war. Gleiches galt für das Cello gegenüber dem Kontrabass. Das Zusammenspiel ließ dermaßen aufhorchen, dass man sich fragte, ob Vergleichbares in der Folklore nicht sogar gewollt ist.
Bo Huang
Die Komponistin Bo Huang wurde 2001 im chinesischen Hunan geboren. 2013 kam sie in die USA und studiert seitdem an führenden New Yorker Musikhochschulen. Ihr Stück „Transient Splendor: Illusion“ (2023) sei, so erzählte sie, von einer Person in ihrem Umfeld inspiriert, die unterdrückt wurde und sich befreien konnte. Man spürte die großen Aggressionen, vor allem aber ein unglaublich vielfältiges Klangbild mit großer energetischer und dynamischer Bandbreite, in deren stillen Momenten man auch chinesische Zimbeln hören konnte.
Lukas Stamm
Eine lebenspraktische Frage lag „all that is solid melts into air“ (2023) von dem 1994 geborenen Schweizer Lukas Stamm zugrunde: Wie befreit man sich vom Druck zunehmend unerträglicher Verdichtung und Beschleunigung? Mitunter entstand beim Hören das Gefühl, in einem Verkehrs-Chaos zu sein, in dem niemand mehr Ursache und Wirkung durchblickt, aber jeder seinen Nächsten anhupt. Mitunter schien die Musik zu weinen und lichtete sich dann, bis eine Viertonfolge des Geigers Giorgos Panagiotidis frei ins Offene zielte.
Sofia Ouyang
Sofia Ouyang ist eine 2001 geborene US-Amerikanerin mit chinesischen Wurzeln. An der New Yorker Columbia-University hat sie parallel Musik und Philosophie studiert. In ihrem „Through us from which language speaks” (2023) geht es um Sprache, die auf das Denken ihrer Sprecher zurückwirkt um Kollektive und Individuen in mal geballten, mal kammermusikalische ausgedünnten Strukturen, um einen gruppendynamischen „Trugschluss“, nach dem es dann doch noch einmal weitergeht.
Kristupas Bubnelis
Für „split seconds, shifting sand …“ (2023) ließ der 1995 geborene Litauer Kristupas Bubnelis die Streicher ihre Instrumente nach dem natürlichen Obertonspektrum stimmen. Im Zusammenspiel mit Instrumenten wie Klavier oder Marimba ergaben sich Schwebungen, die prickelten.
DORIS KÖSTERKE
Angenehm frischer Wind
Thomas Guggeis begann sein Antrittskonzert als Chefdirigent des Opern- und Museumsorchester im Großen Saal der Alten Oper mit einer Uraufführung von Lucia Ronchetti. Die 1963 in Rom geborene Komponistin hatte der gerade dreißig Gewordene sich selbst ausgesucht. In Frankfurt ist sie keine Unbekannte: Während die Oper Fankfurt ihr „Inferno“ produzierte, hatte sie eine Gastprofessur an der Frankfurter Musikhochschule inne und das Ensemble Modern hat ihrem Begriff „Drammaturgia“ eins seiner Werkstattkonzerte „Happy New Ears“ gewidmet.
Zusammenarbeit von Thomas Guggeis und Lucia Ronchetti
Mit Guggeis verbindet sie seit einigen Jahren ein lebhafter künstlerischer Austausch. So hat sie ihm ihr Stück „Studio di ombre“ mit virtuosen frei zu improvisierenden Teilen gezielt auf den Leib geschrieben und es gleichzeitig eng auf das Hauptwerk des Konzerts, Mahlers Siebte Symphonie, bezogen.
„Studio di ombre“ von Lucia Ronchetti
„Nacht“ war das Motto des Konzerts. Mahler öffnet in seiner siebten Symphonie das gesamte Spektrum von Schwermut, Angst, albernden Kobolden, bedrohlichen Geistern und heimlicher Liebelei. So auch Ronchetti. Um den Hell-Dunkel-Kontrast zu schärfen, beschränkt sie sich in ihrem „Notturno“ auf Bläser und Perkussionsinstrumente, ohne den „Weichspüler“ der Streicher. Ein tiefes Schlagzeugreiben weckte die Vorstellung, am hinteren Bühnenrand verberge sich ein großes konturloses Monster. Ob das Zischen und Fauchen von diesem Monster kam oder ob noch ein weiteres auf der Bühne lag, wurde mit dem Einsatz der auf der rückwärtigen Empore platzierten Blechbläser gleichgültig: Sie vertrieben alle dunklen Vorstellungen mit einer großen Fanfare. Um sie zu koordinieren, zeigte sich Guggeis dem Publikum von vorn. Von einem soghaften Puls getragen tönten weitere Blechbläser von den Balkonen herab. Besonders gelungen war gegen Ende der diffuse Klangschatten, den kräftige Schlagzeugschläge nach sich zogen. Zu schade, dass das Stück nach vier Minuten vorbei war!
Thomas Guggeis lässt Mozart-Klänge schmelzen
Die folgende kleine Nachtmusik von Mozart war überraschend groß besetzt. Der Beweglichkeit des Klangkörpers tat dies jedoch keinen Abbruch: Die Phrasierungen waren leicht, locker und trocken, während die große Besetzung für lieblich weichen Klangschmelz sorgte. Guggeis‘ Dirigierstil wirkte animierend, dabei durchaus Freiheiten lassend und schlackenlos klar.
Mahlers Siebte
Die Aufführung von Mahlers Siebter Symphonie machte immer wieder Herzklopfen. Das Changieren zwischen zur Schau gestellter überschwänglicher Freude und darunter lauernder Angeschlagenheit, zwischen gespielter Unschuld und Ironie, von Heurigenseligkeit und Trauermarsch, von Lieblichkeiten und Dämonischem kam gut zum Ausdruck. Die Bewegungsimpulse der einzelnen Instrumente waren gut herausgearbeitet, die energetische Entwicklung war in sich geschmeidig und folgerichtig. Sehr angemessen auch die lange Pause zwischen dem zweiten „Nachtstück“ und dem Rondo-Finale mit seinen Wechseln von Parforceritten und intimen kammermusikalischen Momenten. Mandoline und Gitarre hört man im zweiten „Nachtstück“ so gut wie nie, bei Guggeis, der hier eine gesellschaftliche Parallele sieht, schon, ebenso wie andere leicht zu übertönende Instrumente, wie die Harfe oder die entfernten Herdenglocken. Das Publikum revangierte sich mit jubelndem Beifall.
DORIS KÖSTERKE
17.9.23
Vgl. auch:
Rakhi Singh in der Frankfurter Börse
Vorurteile, Toleranz, Minimalismus und Diversität sind Themen der britischen Geigerin, Ensembleleiterin und Komponistin Rakhi Singh. Am Sonntag, dem 8. Oktober 2023 bringt sie sie in die Börse: Als Auswärtsspiel der Alten Oper wird sie zwei Konzerte im Börsenhandelssaal geben.
Rakhi Singh
Rakhi Singh erweitert das Klassikspektrum gerne um aktuelle Dimensionen. Zu ihren beiden Konzerten an diesem unüblichen Ort schreibt sie in einem Mail: „Ich liebe es, an unüblichen Orten zu spielen, da man mit dem Publikum auf eine andere Weise in Kontakt kommt“. Ein dazu passendes Stück hatte sie sofort parat, das von den Tickermaschinen an der New Yorker Börse inspirierte „Joyboy“ von Julius Eastman (1940-1990). Rakhi Singh hatte es bereits mit ihrer Gruppe „Manchester Collective“ aufgeführt. Für das Frankfurter Konzert hat sie eine Version erarbeitet, die sie allein aufführen kann.
Minimalismus
Denn das gehört zu ihren zentralen künstlerischen Anliegen: Probieren, ob eine gewünschte Wirkung, in diesem Falle der Klangeindruck von Eastmans Komposition, sich auch mit begrenzten Mitteln schaffen lässt, in diesem Falle allein mit Geige und Elektronik.
Julius Eastman, schwarz und schwul
Über die Musik von Julius Eastman schreibt sie: “Seine Werke sind mehr als nur Musik. Sie sind oft politische Aussagen und spiegeln die Kämpfe wider, die viele Menschen durchmachen mussten und teilweise immer noch müssen, nur weil sie sind, wer sie sind. Er war ein schwarzer schwuler Mann, der von 1940 bis 1990 in New York lebte. Vieles in seiner Musik ist wunderschön, anderes ist voller Kraft und Kampf“.
Von Barock bis Bang-On-A-Can
Julius Eastman war einer der ersten Komponisten von Minimal Music überhaupt. Auch andere Programmpunkte verheißen Nähe zu einer geisteich-unterhaltsamen Musik, in der ein eher begrenztes Material etwa über raffinierte Rhythmik, Überlagerungen und Verschachtelungen zu immer wieder neuen Gestalten findet, etwa von Michael Gordon, der zusammen mit David Lang und Julia Wolfe das New Yorker Bang-On-A-Can-Festival initiiert hat. Julia Wolf wiederum war eine der Lehrmeisterinnen der 1980 in London geborenen Anna Clyne, die am 8. Oktober ebenfalls auf dem Programm steht.
Aber auch Barockes wird erklingen, von Nicola Matteis. Um 1650 in Neapel geboren, hat es ihn nach Großbritannien verschlagen, wo er mindestens bis 1713 nachweisbar war, bevor seine Spur sich verlor.
Diversität
Rakhi Singh wird auch mindestens eine eigene Komposition spielen. Darauf darf man an diesem Ort besonders neugierig sein, denn ihre Musik speist sich aus dem, wie sie die Welt erlebt: „Die Welt wäre langweilig, wenn wir alle gleich wären und dasselbe mögen würden“, schreibt sie. Da möchte man gerne noch einen Schritt weitergehen und die Verschiedenheit von Menschen mit Biodiversität vergleichen: Je verschiedener wir uns erlauben zu sein, umso größer sind unsere Chancen, mit den begrenzten Ressourcen klar zu kommen.
Vorurteile überwinden
Zwischenmenschliche Verschiedenheiten, sind jedoch immer wieder herausfordernd: „Ich verbringe einen Großteil meines Lebens damit, meine Vorurteile zu überwinden und darauf zu hören, was mein Instinkt über etwas denkt. Ob es eine Verbindung zu meinem Herzen herstellt und wie ich mich dabei fühle“, schreibt Rakhi Singh und resümiert: „Musik kann uns lehren, dass wir nicht alle gleich sind. Gleichzeitig bringt sie uns zusammen“, im gemeinsamen konzentrierten Zuhören und Sich-Öffnen.
DORIS KÖSTERKE
September 2023
Auswärtsspiel der Alten Oper:
Rakhi Singh, Violine und Elektronik
Sonntag 08. Oktober 2023
Zwei Konzerte, um 15 und um 18 Uhr im Börsenhandelssaal der Börse Frankfurt, Börsenplatz 4.
Klang gewordener Respekt
Die diesjährigen Darmstädter Ferienkurse schlossen mit einer Sternstunde orchestraler Klangkultur. Dafür hatte sich das hr-Sinfonieorchester um viele externe Spitzenmusiker, etwa aus anderen großen Orchestern und dem Ensemble Modern erweitert. Geleitet wurde es von Pierre Bleuse, dem neuen Chefdirigenten des Pariser Ensemble intercontemporain.
Die Musiker, allein 93 im Orchester, füllten fast ein Drittel der Sporthalle der Lichtenbergschule, bemerkenswert aufmerksame Menschen aller Altersstufen den Rest.
String Quartet and Orchestra von Morton Feldman
Das Eröffnungswerk, „String Quartet and Orchestra“ von Morton Feldman war, anders, als man es in einem Konzert mit zeitgenössischer Musik erwarten würde, schon fünfzig Jahre alt und voller Schönklang. Den innersten Kreis inmitten des Orchesters bildete das Frankfurter „Fabrik Quartett“. Es hat sich aus Stipendiaten der Internationalen Ensemble Modern Akademie (IEMA) des Jahrgangs 2021/22 formiert und schon Preise gesammelt, bevor seine Mitglieder, die Geiger Federico Ceppetelli und Adam Woodward, Bratscher Jacobo Diaz Robledillo und Cellistin Elena Cappelletti, ihr Studium abgeschlossen hatten. Hier gaben sie leise melodiöse Impulse, die das Orchester mit ebenso leisen Klangschatten beantwortete. So reagierte etwa die Oboe auf einen Geigenton und imitierte dabei genau jene Sprödigkeit, die ihm in diesem Moment eigen gewesen war.
Klang gewordener Respekt
Die zurückgehaltene Lautstärke wirkt insgesamt wie Klang gewordener Respekt. Eine Aktualität des Stücks bestand in der Utopie von Achtsamkeit: Wann immer man zu wissen glaubte, wie sich das Stück weiter entwickelt, wurden diese Erwartungshaltungen auf so behutsame wie erfrischende Weise enttäuscht, besonders schön gegen Ende, als Cellistin Elena Cappelletti das etablierte Metrum in genau ausgerechneten Proportionen dehnte. Dabei entfaltete sie eine magnetische Ausstrahlung, die nur gelingt, wenn man sich seiner tragenden Rolle voll bewusst ist.
Konzert für Turntables und Orchester
Gegenüber Feldmans wie heimlich verhaltener Klanglichkeit mit einer eher nach innen gerichteten Intensität wirkten die folgenden tänzerisch extrovertierten „Six scenes for turntables and orchestra“ von Mariam Rezaei und Matthew Shlomowitz geradezu quietschbunt. Schön anzusehen war der Gesichtsausdruck von Mariam Rezaei an den Turntables, etwa ihr Schmunzeln, als sie zwischen geräuschnahen Aktionen eine klare Tonhöhe anpeilte, die in der Celesta eine überraschende Entsprechung fand. Die Uraufführung dieses Auftragswerks fand besonders bei Jüngeren viel Beifall.
„Orion“ (2002) von Kaija Saariaho
In der dreiteiligen Komposition „Orion“ (2002) von Kaija Saariaho konnte man die Energieströme zwischen den intensiv aufeinander lauschenden Musikern geradezu sehen. Und immer wieder flammte hier und da ein beglücktes Lächeln auf.
Gegen Ende des ersten Teils, „Memento mori“, rissen im Orchesterklang regelrechte Spalten auf, aus denen es wie aus sehr fernen Welten hallte.
Im zweiten Satz, Winter Sky, gab ein vielfarbig glitzernder orchestraler Klangteppich hier und da bezaubernden Soli Raum. Die „Geschichten“, die etwa Konzertmeister Alejandro Rutkauskas oder der junge Oboist Armand Djikoloum darin „erzählten“, hatten hohen künstlerischen Eigenwert. Aber auch das Cellosolo von Fritjof von Gagern, der sonst im Nationaltheater Orchester Mannheim spielt, ließ aufhorchen. Bezaubernd war die spannungsvolle Verhaltenheit des Klarinettisten Michael Schmidt, Gastmusiker vom Staatsorchester Darmstadt und auch die des Trompeters Jón Vielhaber. Er ist neuer Solo-Trompeter im hr-Sinfonieorchester im Probejahr und dies war sein erstes Konzert. Herzlichen Glückwunsch!
Im dritten Satz, „Hunter“, staunte man, wie organisch sich einzelne Impulse im Orchester fortsetzten.
Die 1952 geborene Finnin wurde in ihrem Heimatland nicht zum Kompositionsstudium zugelassen: Sie würde ja doch nur heiraten und Kinder kriegen. So kam sie nach Freiburg, wo Brian Ferneyhough und Klaus Huber die Hochsensible zu schätzen und zu fördern wussten. Anfang der 1980er Jahre ging sie ans IRCAM und Paris wurde ihr zum Lebensmittelpunkt. Dort ist sie am 2. Juni dieses Jahres an einem Hirntumor gestorben.
Emotionale Überzeugungsarbeit
Nach dem Konzert schwärmten Orchestermitglieder auch von den angenehmen Proben mit Pierre Bleuse. Er habe zunächst teils harte emotionale Überzeugungsarbeit geleistet und den Musikern dann immer mehr Zusammenhänge erschlossen, erzählte Armand Djikoloum. Bleuse hat die Spieler zu Mitschaffenden gemacht. – Mit überragendem Erfolg!
DORIS KÖSTERKE
19.8.2023
Vergleiche auch „Feindbild Entertainment„.
Yoav Levanon
Star von morgen
Yoav Levanon dürfte sich in die Reihe der Interpreten einreihen, die bei den Burghofspielen im Rheingau spielen, solange sie noch jung sind und kurze Zeit später weltberühmt werden, wie etwa Ewa Kupiec oder das Artemis-Quartett. Das Gespür für künstlerische Qualität bei dieser vergleichsweise bescheiden auftretenden älteren Schwester des Rheingau Musik Festivals ist immer wieder erstaunlich.
Bei den Burghofspielen im Rheingau
Der junge israelische Pianist überzeugte im Wiesbadener Christian-Zais-Saal restlos. Dabei hatte der Blick aufs Programm und auf sein junges Alter – er ist tatsächlich erst 19 – zunächst eine nach olympischen Kriterien zu messende Pianistik befürchten lassen, die mit Musik wenig zu tun hat. Die Befürchtung verflog in den ersten sieben Takten von Chopins Ballade Nr. 1 g-Moll op. 23, einer Art Prolog, der in einem Gestus eindringlichen Sprechens das Folgende zusammenfasst.
Musik kommt aus der Stille
Dem hatte Yoav Levanon eine auffällig lange Periode der schweigenden Sammlung vorausgehen lassen, in der manche im Publikum schon unruhig wurden. Eine scheppernd zu Boden fallende metallene Sitzplatznummerierung schien auch bei ihm eine geradezu schmerzhafte Irritation auszulösen. Also schwieg er noch einen Moment weiter und ließ die Musik dann in idealer Weise aus der Stille treten.
Reichtum an Farben
Von Anfang an überraschte der enorme Reichtum an Farben, aus dem er jeden neuen Gedanken quasi komplett neu einkleidete. Als er nach dem zweiten Auftreten des Themas dynamisch in die Vollen ging, spürte man, wie weise er sich bis dahin zurückgehalten hatte. Notengetreu nahm er die Lautstärke bald wieder in ein spannungsvolles Pianissimo zurück. Dynamische Ausbrüche waren klug dosiert, der Pedalgebrauch wirkte nicht, als wolle er verschleiern. Virtuose Anteile perlten trocken und ebenmäßig, sogar die Doppelgriffläufe, die zum abschließenden „Presto con fuoco“ überleiten. Im wohltuenden Vermeiden von toxisch-romantischer Sentimentalität gab das Ganze einen einleuchtenden, wenn auch kaum zu verbalisierenden Sinn.
Mehrschichtig
Noch deutlicher als bei Chopin spielte Yoav Levanon in Robert Schumanns Sinfonische Etüden c-Moll op. 13 mit pianistischen Farben, hob die verschiedenen Schichten wunderbar deutlich voneinander ab. So schwebte die Melodiestimme in der Zweiten Etüde über dem durchgängig vom vollgriffigen Pulsieren, als ließe sie sich von Wassermassen gerne tragen, aber nicht nass machen. Er näherte sich diesen hochromantischen Stücken sehr sachlich, mit einer inneren Sicherheit, die ebenso erstaunte wie überzeugte.
Hohe Abstraktion
In den Études-Tableaux op. 39 von Sergej Rachmaninoff erreichte sein edles, höchst abstraktes, lustvolles und klangschönes Spiel mit Farben, Formen und Strukturen einen wunderbaren Höhepunkt nach dem anderen. Schmunzelnd musste man in der zweiten Etüde tatsächlich an das geheime Konzept denken, das Rachmaninoff an Ottorino Respighi verraten hatte, die diese Klanggemälde orchestrierte: „Rotkäppchen und der Wolf“, mit einer mächtig bedrohlich und zottelig klingenden linken Hand, gegenüber der die linke niedlich-ängstlich zu zittern schien. Doch die meisten Konzepte blieben abstrakt und luden jeden ein, beim Hören eigene innere Bilder zu schaffen.
Große innere Sicherheit, die ansteckt
Nach stehenden Ovationen kündigte Yoav Levanon Liszts Zweite Ungarische Rhapsodie als entschieden einzige Zugabe an. Hatte man sie je so farblich klar konturiert, kraftvoll, klangschön und mühelos virtuos gehört? Im Nachklang blieb eine starke Gelassenheit.
DORIS KÖSTERKE
9.8.2023
Gustav Mahler, der moderne
„Die Zeit für meine Musik wird noch kommen“, sagte der zu seinen Lebzeiten umstrittene Gustav Mahler (1860–1911). Seine Beliebtheit begann zu wachsen, als er rund fünfzig Jahre tot war. Inzwischen gehört er zu den beliebtesten „Klassikern“. Warum?
Manche Menschen finden es kommunikativ, wenn seine Symphonik unvermittelt ins Triviale, ins Naivistische, ins Verklärt-Volkstümliche kippt. Etwa, wenn sich im dichten vierten Satz der groß dimensionierten Zweiten Symphonie ein Weihnachtslied Bahn bricht.
Banal?
Manche empfinden das unter ihrer Würde. Auch Arnold Schönberg bekannte 1912, ein Jahr nach Mahlers Tod, manche von Mahlers Themen „anfangs“ als banal empfunden zu haben. Darauf lässt er sofort die einleuchtende Entkräftung folgen: „wenn sie wirklich banal wären, müsste ich sie heute viel banaler finden als früher“. Doch das Gegenteil war der Fall. Warum? Bei allem Respekt vor Gefilden, denen mit Worten nicht beizukommen ist, soll hier versucht werden, aus der Entfernung ein paar Wegweiser für die Wertschätzung Mahlers als Mittler zwischen Romantik und Moderne aufzustellen:
Brüche und Zweifel
In seinem noch immer lesenswerten Aufsatz von 1973 sah Peter Ruzicka die Pionierarbeit Mahlers darin, dass er den Brüchen und Zweifeln, die er selbst empfand, in seiner Musik Raum gab und dafür „das bis dahin streng tabuisierte Prinzip ästhetischer Stimmigkeit“ aufgab.
Zuhörer beteiligen
Rückgriffe auf Bekanntes, auch etwa im Falle der Readymades in der bildenden Kunst, so Ruzicka, lösen im Betrachter immer eine Vielzahl an Assoziationen aus. Betrachtet man dies aus einer Sicht, die etwa an der Ästhetik eines John Cage gereift ist, setzt Mahler seine Zuhörer damit frei, ihr „Bild“ von der Komposition und ihr Kunsterlebnis selbst zu gestalten. Damit ermöglicht er eine Vieldeutigkeit, die in ihrem Schillern kaum banal werden kann.
Über diese Aktivität beteiligt er seine Zuhörer an seiner eigenen Suche nach Sinn, die seinem Komponieren zu Grunde liegt: Komponieren ist für Mahler eine vom christlichen Erlösungsgedanken inspirierte, letztlich philosophisch motivierte musikalische Sinnsuche.
Alma
„Dieses ewige Telefonieren mit Gott“, spottete Alma Mahler darüber. Sie litt zeitlebens darunter, dass sie ihr eigenes Komponieren hatte aufgeben müssen, um den 19 Jahre Älteren zu heiraten. Als Gustav Mahler nach acht Ehejahren dann doch einmal eine Arbeitsmappe seiner Frau in die Hand bekam, setzte er sich selbst für den Druck und die Aufführung einiger dieser Lieder ein.
Kein Traumfabrikant
Gegenüber der alles Subjektive überwindenden Schönheit in seiner Neunten Symphonietut man gut daran, sich ein wenig vorzubereiten, etwa, indem man sich verschiedene Interpretationen anhört, ohne eine bestimmte zu favorisieren. Ansonsten steht Mahler im Bespielen der Klaviatur der Gefühle keinem Hollywood-Komponisten nach. Doch anders als die Traumfabrikanten stellt er diese Emotionen auch wieder in Frage. So mischt er etwa in die deftige Festtagsstimmung im ersten Satz der Vierten Symphonie zunehmend ironische bis sarkastische Töne. So, als suche er hinter dem Gefühlten nach Wahrheit. In dieser Suche bleibt Mahler aktuell. Gustav Mahler ist modern.
DORIS KÖSTERKE
August 2023
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Fr. 25. August um 20 Uhr, Kloster Eberbach.
Gustav Mahler, Sinfonie Nr. 9
Gustav Mahler Jugendorchester unter Jakub Hrůša
Kloster Eberbach.
https://www.rheingau-musik-festival.de/programm-karten/programmuebersicht/detail/gustav-mahler-sinfonie-nr-9
