Vermögensberatung für die Dauer-Baustelle

 

 

 

Martin Viergutz von der „Baustelle Mensch“

 

 

 

Das eigentliche Kapital eines jeden Menschen, sagt Martin Viergutz, ist sein Vermögen, etwas zu gestalten: Seine Umgebung, seine Beziehungen, sein Zuhause, seinen Garten, Kunstwerke.
Vor allem aber: sich selbst.

Als studierter Philosoph, Theologe und Religionswissenschaftler fokussiert Martin Viergutz keineswegs äußeres Styling oder Wege zum Idealgewicht.
Ihn geht es um innere Werte und innere Einstellungen.

In diesem Sinne begreift er den Menschen als „baustelle“, als „ort ständiger veränderung, gestaltung, entwicklung, trans-formation und meta-morphose“, wie er in konsequenter Kleinschreibung formuliert.

Martin Viergutz ist kein Ratgeberbuchautor.
Er weiß zu genau, dass jeder Mensch anders ist, jede Lebenslage völlig andere Perspektiven bietet. Keimzelle in seinem Projekt „baustelle mensch“ ist das antike Motto Γνῶθι σεαυτόν, erkenne Dich selbst.

Die zugehörige Website, auf der er eine Fülle von Bildern und Sentenzen zusammengetragen hat, versteht er als „garten, in dem ganz unterschiedliche pflanzen und gewächse zu finden sind“, als unsystematisches „florilegium“ im Sinne der Schriftensammlungen im Mittelalter und der frühen Neuzeit, in der viele Menschen in verschiedenen Lebenslagen Rat gesucht und gefunden haben.

Martin Viergutz zeigt keinen linearen Weg, sondern präsentiert eine Fülle. Wie in einem Garten wird auch in seinem Florilegium jeden etwas anderes ansprechen.

Sentenzen wie „wer andere kennt, ist klug, wer sich selbst kennt, ist weise“ laden ein zum Betrachten, zum „schauen in unterschiedliche richtungen“, zum Verweilen  und Eröffnen neuer „perspektiven- entdeckungen- erkenntnisse und einsichten, die bisweilen völlig unerwartet unterwegs auftauchen“.

Aber jedes Vermögen hat auch Grenzen. Dazu erzählt Martin Viergutz folgende Geschichte:

ein junger mann kommt zu einem rabbi mit der frage:
„was kann ich tun, um die welt zu retten ?“
der weise antwortete:
„so viel, wie du dazu beitragen kannst, daß morgens die sonne aufgeht.“
„aber was nützen dann all meine gebete und meine guten taten, mein ganzes engagement?“ fragt der junge mann.
darauf der weise: „sie helfen dir, wach zu sein, wenn die sonne aufgeht.“

 

Die Schönheiten der Welt bewusst wahrzunehmen ist zweifellos bereits ein erster Schritt, um sie zu schützen.

Viele Menschen versuchen heute, bewusst und möglichst auch „gut“ und „richtig“ zu leben, indem sie sich etwa sozial engagieren, große Handelsketten boykottieren, in kleinen Bioläden einkaufen, Fahrrad fahren, Online-Petitionen unterschreiben oder sich vegan ernähren.
Doch sofern man dabei selbstkritisch bleibt, kommt man um die Einsicht nicht herum, die Adorno in seinen Minima Moralia formulierte: „Es gibt kein richtiges Leben im falschen“: Um nachhaltig „besser“ zu leben, müsste man das gesamte System umkrempeln, von dem man gleichzeitig abhängig ist.

So bleibt auch Martin Viergutz nicht bei der Nabelschau stehen und formuliert:

„aufgabe der kunst ist es, die zerstörung des menschengemäßen zu verhindern und das menschengemäße aufzubauen“.

 

Näheres unter http://www.baustelle-mensch.de.